Nehmen Schulen den Umgang mit KI genug ernst?
ChatGPT schreibt die Aufsätze und Gemini löst die Matheaufgaben. Schüler*innen nutzen Tools der Künstlichen Intelligenz (KI) längst – ob die Schule es will oder nicht. Die Frage ist daher nicht mehr ob, sondern wie Schulen damit umgehen. Das geschieht jedoch von Schule zu Schule und von Lehrperson zu Lehrperson unterschiedlich: Verbindliche Lehrpläne oder einheitliche Regeln fehlen weitgehend. Es entsteht der Eindruck, dass Schulen KI noch als Randphänomen wahrnehmen. Am Mittwoch treffen sich die Kantonalen Schulen Basel-Stadt zur Gesamtkonferenz. Und dieses Mal steht KI auf der Agenda. Ein Zeichen, dass das Thema angekommen ist. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt jedoch, dass solche Treffen oft mit Absichtserklärungen enden, während im Schulalltag jede Lehrperson weiterhin selbst entscheidet, wie sie das Thema integriert. Die Verantwortung wird an die Lehrpersonen, Eltern oder Schüler*innen delegiert. Was braucht es noch für einen guten Umgang mit KI in Schulen?
Medienkompetenz: Das vergessene Schulfach
Das eigentliche Problem liegt nicht in der KI selbst, sondern im fehlenden Handwerkszeug, um sie sinnvoll zu nutzen. Denn was in der Informatik seit Jahrzehnten gilt, trifft hier mit voller Wucht zu: shit in, shit out. Wer keine klaren Fragen stellen kann, wer Quellen nicht einzuschätzen weiss, wer kritisches Denken nicht geübt hat, bekommt von der KI keine Wunder, sondern gut verpackten Unsinn. Ich wünsche mir, dass dass KI in Basel-Stadt viel mehr im Unterricht thematisiert wird. Die Medienkompetenz muss die Grundlage für die Nutzung von KI sein und endlich Teil des Lehrplans werden. Die Aufgabe der Schule ist es nicht, KI zu verbieten oder unkritisch einzuführen, sondern Jugendliche zu befähigen, das Werkzeug zu durchschauen, einzuordnen und bewusst einzusetzen.
Nein
Meine persönliche Erfahrung: Während Lehrpersonen einen halbtägigen Workshop zur Nutzung von KI in der Schule haben und sogar der Elternrat dazu einen Infoabend für Eltern organisiert, heisst es auf die Frage wie das den Schüler*innen vermittelt wird: "Gar nicht, weil das nicht Teil des Lehrplan21 ist." Und das während ihnen auf den Schultablets der freie Zugang zu Copilot freigeschaltet wird. Die Personen (bzw. mindestens eine) welche das Wissen, die Erfahrung und das Flair haben diese zu vermitteln gibt es innerhalb des EDs. Was es noch braucht wäre entweder etwas Flexibilität und guten Willen in den Schulen oder eine Entscheidung "von oben" das Thema auch für die SuS zu priorisieren. Es geht dabei auch nicht darum die KI-Nutzung zu pushen, sondern zu vermitteln was die Technologie kann und was nicht und einen sinnvollen Umgang damit aufzuzeigen.
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